Ladendiebstahl im Kaufland

Christian Kruse

Wie Kaufland den Ladendiebstahl behandelt finde ich ehrlich gesagt ziemlich cool: im Laden sind 68 Kameras montiert, jede etwa so dick wie mein kleiner Finger. Wenn nun jemand das erste mal jemand beim Ladendiebstahl erwischt wird, werden mit diesen Kameras Fotos von seinem Gesicht gemacht und in einer zentralen Datenbank gespeichert, die wohl alle größeren Kaufhaus-Ketten in Deutschland benutzen. Betritt dieser Dieb nun erneut das Kaufhaus, wird er über einen Gesichtsscan automatisch von einer Software identifiziert und der Kaufhaus-Detektiv wird alamiert. Jeder Diebstahl wird protokolliert. Sind irgendwann etwa 800€ – 1000€ zusammengekommen, wird eine Anzeige wegen schweren Ladendiebstahls gemacht…

Als ich das gehört habe, war ich wirklich erstaunt darüber, wie ausgereift eine so hochtechnische Lösung schon ist: der Chef meinte, sie würden nur in dieser Filiale dadurch etwa Waren im Wert von 1.000.000€ pro Jahr bei der Inventur weniger abschreiben müssen. Sie müssen allerdings wohl immernoch Waren im Wert von etwa 600.000€ bis 800.000€ abschreiben – hauptsächlich wegen abgelaufener Haltbarkeitsdaten sowie defekte Ware: vor vierzehn Tagen hat wohl ein Kollege eine komplette Palette voll mit Schattenmorellen und Gurken umkippen lassen…